Bewusstseins-Motivations-Coaching

Der Mut zum eigenen Ich

 Klingt im ersten Moment etwas seltsam. Wer braucht schon Mut zum eigenen Ich?

Nach dem ich etwas darüber nachdachte, kam ich zu der Überzeugung, dass es wohl jeden Betrifft. Sind wir doch einmal ehrlich zu uns selbst. Wer hinterfragt nicht ständig sein Handeln, wie es nach außen wirkt. Wie oft sind wir lieber still, als das zu sagen was uns eigentlich auf der Seele brennt. Wie viele können von sich behaupten, dass sie ihr Leben vollkommen nach den eigenen Wünschen leben.

Wenn ich mit jemand darüber rede, kommen häufig die Einwände, dass es gar nicht möglich ist. Die Gesellschaft uns in gewisse Normen zwingt, die nicht einfach zu durchbrechen sind.

Argumente die ihre Berechtigung haben.

Doch wenn ich alles schön beachte, mich an die Norm und Vorgaben halte, habe ICH mich dann auch noch im Blick?

Ist mein ICH dann noch präsent?

Oder wird es überdeckt von der Angst, der Wirkung im Außen?

Viel Gesprächsstoff, über den man in einer Runde viel Philosophieren kann.

Solange das Gespräch nur oberflächlich abgehandelt wird.

Kein Problem, bis ich die wichtigste Frage zu dem Thema in den Raum werfe.

WER VON EUCH KENNT SEIN ICH?

Wer kann mir ohne lange Nachzudenken sagen, was sein Ich gerne tun würde. Wir haben vorher von Richtlinien und Verhaltensregeln gesprochen, die ein ausgelebtes eigenes ICH nicht zulassen. Wir haben keine Probleme damit, aufzuzählen was wir nicht tun sollten.

Aber sind wir auch genauso schnell, im Bestimmen unseres eigenen Ich `s?

Kannst du mir aus dem Bauch heraus sagen, wie du gerne Leben würdest?

Ich möchte nicht ausschließen, dass der ein oder andere ein paar schnelle Antworten zur Hand hat.

„Mein ich würde nicht mehr arbeiten wollen.“

„Mein ich würde, meinem Chef oder Kollegen mal die Meinung sagen.“

„Mein ich würde sich mehr Ruhe gönnen.“

„Mein Ich hätte mehr Geld.“

„Mein Ich wäre lieber in Ruhe Zuhause, als ständig mit Freunden unterwegs.“

„Mein Ich würde gerne mal etwas Verrücktes machen.“

So könnte ich noch unendlich weiter, Sätze zitieren.

Die Frage für mich geht jedoch, etwas tiefer.

Was für Sehnsüchte liegen unter den schnell dahin gesagten oberflächlichen Antworten.

Was genau möchte dein Ich?

Wenn dein Ich sagt; Ich würde nicht mehr arbeiten wollen. Möchte es dann gar nichts mehr tun? Nur einen anderen Job? Oder wäre der Job eigentlich Ok, wenn du weniger Stunden arbeiten müsstest.

Wenn dein Ich sagt; Ich würde gerne meinem Chef oder Kollegen mal die Meinung sagen. Warum tust du es dann nicht? Fehlen deinem Ich die passenden Argumente? Oder hat dein Ich Angst vor Konfrontation?

Wenn dein Ich sagt; Ich würde mir mehr Ruhe gönnen.

Wer hält dich davon ab. Was für eine Art Ruhe stellst du dir vor? Erlaubt dir deine Außenwelt keine Ruhepause? Oder hast du nur noch keine Eingefordert.

Hinterfrage deine Wünsche. Schau genauer hin was dein Eigentliches Ich gerne möchte, und frage dich warum du es nicht tust.

Dein ICH würde gerne einmal etwas Verrücktes tun. Was genau? Warum willst du es tun. Was fehlt deinem ICH?

Das hinschauen was das tiefe innere ICH möchte, kann schwierig sein, traurig machen, weil man keinen Weg der Erfüllung sieht, oder es sich eventuell schwierig gestaltet.

Und doch ist es besser, als es zu ignorieren.

 Denn nur schon, dass Bewusste erkennen der Wünsche und Träume bringt Veränderung.

Vielleicht nicht gleich erkennbar, eventuell etwas anders als es in unserer Vorstellung sein sollte.

Doch mit Sicherheit zu unserem Besten.

 

Schenke deinem ICH die Achtsamkeit, die es verdient.

 

                                                                                            Petra Glas 😊